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Interreligiöses Forum kritisiert Verbrennung von Koranseiten

26.08.2022 | Das Interreligiöse Forum Hamburg hat auf seiner jüngsten Sitzung eine politische Protestveranstaltung vor einer Moschee kritisiert, bei der Anfang August demonstrativ Ko-ranseiten zerrissen und angezündet wurden.

Das Interreligiöse Forum Hamburg hat auf seiner jüngsten Sitzung eine politische Protestveranstaltung vor einer Moschee kritisiert, bei der Anfang August demonstrativ Koranseiten zerrissen und angezündet wurden. Auch wurden Gläubige, die das Freitagsgebet besuchten, vor der Moschee bedrängt.

Verabschiedet wurde folgende Erklärung: „Wir rufen dazu auf, auch in kontroversen politischen Auseinandersetzungen die Religionsfreiheit zu achten und gegenseitigen Respekt zu wahren.

Der Koran ist für Menschen muslimischen Glaubens ein heiliges Buch und die höchste Instanz ihres Glaubens. Ein herabsetzender Umgang mit dem Koran trifft die Mitte und das Herzstück islamischer Spiritualität.

Doch ganz grundsätzlich gilt: Die gezielte Attacke gegen religiöse Symbole stellt eine Belastung für das friedliche Zusammenleben in Hamburg dar. Das Verbrennen religiöser Schriften oder allgemein von Büchern überschreitet eine Grenze und ist insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht akzeptabel.“

 

Im Interreligiösen Forum Hamburg arbeiten folgender Religionsgemeinschaften mit:

Alevitische Gemeinde, Bahà’i-Gemeinden Hamburg, Buddhistische Religionsgemeinschaft Hamburg, Erzbistum Hamburg, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Hindus und Zentralrat der Inder, Jüdische Gemeinde Hamburg, Schura – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg. Mitglied ist auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg.

 

Den Vorstand des IFH bilden Bischöfin Kirsten Fehrs (Nordkirche), Landesrabbiner Shlomo Bistritzky (Jüdische Gemeinde Hamburg), Özlem Nas (Schura Hamburg), Nils Clausen (Buddh. Religionsgemeinschaft Hamburg).